Fachbeiträge &Neuigkeiten

Fachbeiträge &Neuigkeiten

Hier finden Sie eine Übersicht unserer aktuellsten Veröffentlichungen.

Creditreform Österreich CrefoAktuell

Intakte Zahlungsmoral in Österreich

Trotz wirtschaftlichen Herausforderungen zahlen Kunden pünktlicher

Laut einer aktuellen Creditreform Umfrage und Studie dürften die heimischen mittelständischen Unternehmen mit der Zahlungsweise ihrer Kunden insgesamt zufrieden gewesen sein. Die überwiegende Zahl der Befragten meldete einen Zahlungseingang innerhalb von 30 Tagen (77,5 Prozent der Befragten). Damit haben sich die Forderungslaufzeiten wieder nach vorn verschoben. Vor einem Jahr hatten noch 26,9 Prozent der Befragten das Geld für eine erbrachte Leistung erst in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten erhalten. Diesmal war nur jeder fünfte Befragte (19,9 Prozent) von solch langen Laufzeiten betroffen.

Tab. 1: Zahlungseingang aller Kunden

  bis 30 Tage bis 90 Tage über 90 Tage
Verarb. Gewerbe 72,4 (63,6) 25,6 (31,8) 1,9 (4,7)
Baugewerbe 80,7 (67,9) 14,4 (29,4) 4,8 (2,8)
Handel 79,9 (69,5) 19,0 (29,1) 1,1 (1,5)
Dienstleistungen 77,8 (74,1) 19,0 (21,2) 3,2 (4,7)
Gesamt 77,5 (69,7) 19,9 (26,9) 2,6 (3,4)
Angaben in % der Befragten, ( ) = Vorjahresangaben

Alle vier Hauptwirtschaftsbereiche berichteten von einer verbesserten Zahlungsmoral. Über 80 Prozent lag beispielsweise im Baugewerbe der Anteil der Unternehmen, die höchstens 30 Tage auf den Rechnungseingang warten mussten – ähnlich war es im Handel (79,9 Prozent).

Eher geringere Forderungsverlust

Größere Forderungsverluste von mehr als 1,0 Prozent des Gesamtumsatzes gab es im Mittelstand zuletzt eher selten. 6,6 Prozent der Befragten waren betroffen – vor einem Jahr waren es 8,0 Prozent. Von Forderungsverlusten verschont blieben 25,0 Prozent der Befragten (Vorjahr: 32,2 Prozent), kleinere Ausfälle meldeten 28,8 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 25,2 Prozent).

Tab. 2: Höhe der durchschnittlichen Forderungsverluste im Verhältnis zum Umsatz

  bis 0,1% bis 1,0% über 1,0% keine Verluste
Verarb. Gewerbe 32,7 (25,6) 13,3 (17,7) 5,1 ( 6,7) 31,6 (40,0)
Baugewerbe 29,5 (30,0) 27,9 (23,8) 1,6 ( 7,5) 18,0 (26,3)
Handel 31,0 (28,1) 24,1 (23,1) 6,9 ( 5,0) 23,3 (30,6)
Dienstleistungen 24,2 (20,7) 18,1 (18,3) 9,4 (11,2) 24,8 (32,0)
Gesamt 28,8 (25,2) 20,0 (20,4) 6,6 ( 8,0) 25,0 (32,2)
Angaben in % der Befragten, Rest o. A., ( ) = Vorjahresangaben

Die Wirtschaftsbereiche machten in den zurückliegenden Monaten recht unterschiedliche Erfahrungen mit Zahlungsausfällen. Im Bausektor (1,6 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (5,1 Prozent) war der Anteil der Unternehmen mit hohen Forderungsverlusten gering, während im Handel mehr Unternehmen betroffen waren als im Vorjahr (6,9 Prozent; Vorjahr: 5,0 Prozent). Im Dienstleistungssektor nahm das Ausmaß der hohen Ausfälle zwar ab, weiterhin sind hier überdurchschnittlich viele Unternehmen (9,4 Prozent) betroffen. Im Baugewerbe sind Forderungsverluste stark verbreitet, allerdings sind diese in den meisten Fällen gering. Ganz ohne Zahlungsausfälle blieben gleichwohl nur 18,0 Prozent der Bauunternehmen.



Kontakt

Mag. Gerhard M. Weinhofer
Unternehmenskommunikation 
Mitglied der Geschäftsleitung

Tel. +43 (0)1 - 218 62 20 - 551
E-Mail schreiben