Digitalisierung und Wirtschaft 4.0:

Österreichs KMU sind digital gut gerüstet

Dass an der digitalen Transformation ihres Betriebes kein Weg vorbei führt, ist der großen Mehrheit der von Creditreform aktuell befragten mittelständischen Unternehmen in Österreich klar. Von diesen bezeichneten sich 40,2 Prozent als Mitläufer und sogar 22,2 Prozent als Gestalter. Lediglich 9,0 Prozent der Befragten stehen der Wirtschaft 4.0 skeptisch gegenüber. Ein recht hoher Anteil Skeptiker findet sich in den Hauptwirtschaftsbereichen Bau (13,4 Prozent) und Handel (10,7 Prozent). Die meisten Gestalter haben die Branchen Dienstleistungen (27,7 Prozent) und Verarbeitendes Gewerbe (22,6 Prozent).

Tab. 1: Digitale Transformation

Der österreichische Mittelstand ist recht gut für die digitale Zukunft gerüstet, die meisten Befragten verfügen in dieser Hinsicht über ausreichende Sachkenntnis. So beurteilten 38,7 der mittelständischen Unternehmer ihre digitalen Kompetenzen als sehr gut bis gut und 39,6 Prozent als befriedigend bis ausreichend. Lediglich eine kleine Minderheit von 3,8 Prozent gab ihrer digitalen Kompetenz die Note mangelhaft. Überdurchschnittlich viele Vertreter mit unzureichendem digitalem Know-how finden sich im Herbst 2018 beim Verarbeitenden Gewerbe (5,7 Prozent), während bei der Dienstleistungsbranche die meisten Unternehmen über ausgezeichnete digitale Kenntnisse verfügen (40,9 Prozent). Doch auch die übrigen Branchen sind in dieser Hinsicht ähnlich gut aufgestellt, hier liegen die Anteile zwischen 36,6 und 38,6 Prozent.

Tab. 2: Digitale Kompetenz

Angst vor Cyber/Online-Kriminalität, Mangel an IT-Fachkräften

Auch wenn die meisten mittelständischen Betriebe der digitalen Zukunft aufgeschlossen gegenüberstehen, bleibt eine gewisse Skepsis gegenüber dieser Entwicklung. An erster Stelle steht hier die Angst vor einem unerlaubten Zugriff von außen (56,3 Prozent). Auch die Befürchtung, nicht genügend qualifiziertes Personal für die Teilhabe an der Wirtschaft 4.0 zu haben, beschäftigt viele Firmenchefs (51,9 Prozent). Jeder zweite Befragte befürchtet zudem rechtliche Unsicherheiten (50,4 Prozent), während 45,6 Prozent die Angst vor hohen Investitionskosten und 33,4 Prozent die Angst vor Datenklau umtreibt. Dagegen glauben 9,4 Prozent der Betriebe, dass die Digitalisierung nicht weiter ausbaufähig ist.

Grafik 1: Digitalisierungstrends

Politik hat Bedeutung der digitalen Transformation (zumindest) verstanden

Der Mittelstand im Land ist recht zufrieden mit den politischen Rahmenbedingungen der digitalen Transformation. Gut die Hälfte der Befragten (51,8 Prozent) glaubt, dass die Regierenden noch mehr und wichtigere Impulse geben könnten, im Prinzip aber die Bedeutung der digitalen Umwandlung verstanden haben. 17,2 Prozent der mittelständischen Unternehmer sind der Ansicht, dass die Politik bei diesem Thema über ausreichend Sachkenntnis verfügt und die richtigen Impulse gibt. Dagegen argumentieren 36,2 Prozent, dass die Politik keine Ahnung von der Bedeutung der digitalen Transformation hat.

© 2019 Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG, Österreichischer Verband Creditreform

Treten Sie mit uns in Kontakt!

Wir werden Ihre Anfrage so schnell wie möglich bearbeiten.

konktformular

Allgemeines Kontaktormular
Ich interessiere mich für folgende Ihrer Dienstleistungen:
Kontakt