Die Zahlungsweise in Österreich 2018

Das Zahlungsverhalten der Kunden des Mittelstandes in Österreich ist auch 2018 zufriedenstellend. Drei von vier Kunden begleichen ihre Rechnungen binnen eines Monats (73,6 Prozent; Vorjahr: 70,5 Prozent). Jeder vierte Kunde zahlt spätestens nach zwölf Wochen (24,2 Prozent; Vorjahr: 27,2 Prozent) und nur 2,1 Prozent lassen sich mit der Zahlung mehr als 90 Tage Zeit (Vorjahr: 2,3 Prozent).

Die beste Zahlungsmoral haben die Kunden der Dienstleistungsbranche, wo 81,2 Prozent spätestens 30 Tage nach Rechnungsstellung zahlen (Vorjahr: 70,0 Prozent). Beim Handel freuen sich 72,6 Prozent der Befragten über einen raschen Zahlungseingang (Vorjahr: 80,0 Prozent), beim Bau 71,0 Prozent (Vorjahr: 67,2 Prozent) und beim Verarbeitenden Gewerbe 66,6 Prozent (Vorjahr: 60,7 Prozent). Mehr als drei Monate müssen 3,4 Prozent der Bauunternehmen derzeit auf die Begleichung ihrer Forderungen warten (Vorjahr: 1,5 Prozent). Dagegen erfolgt beim Handel lediglich bei 0,5 Prozent der Betriebe erst nach 90 Tagen der Zahlungseingang (Vorjahr: 1,9 Prozent).


Beim Blick auf die Forderungsverluste der Betriebe des österreichischen Mittelstandes im Verhältnis zum Umsatz gibt es leichte Verschiebungen hinsichtlich der Verlusthöhe: So stieg der Anteil der Unternehmen, die leichte Forderungsverluste von bis zu 0,1 Prozent hatten, im Vergleichszeitraum von 27,0 auf 34,8 Prozent, während der Anteil der Firmen, die bis zu 1,0 Prozent ihrer Forderungen abschreiben mussten, von 31,2 Prozent im Frühjahr 2017 auf heuer 22,8 Prozent sank. Eine leichte Zunahme von 5,2 auf aktuell 5,6 Prozent gab es bei Unternehmen, die mehr als 1,0 Prozent Forderungsverluste verkraften mussten. Jeder fünfte mittelständische Betrieb blieb im Frühjahr 2018 von Umsatzverlusten verschont (21,3 Prozent; Vorjahr: 22,9 Prozent).

In allen vier Hauptwirtschaftsbereichen gab es die meisten Forderungsverluste in Höhe von bis zu 0,1 Prozent. Besonders betroffen war hier die mittelständische Bauwirtschaft (40,7 Prozent; Vorjahr: 16,0 Prozent) – bei der Dienstleistungsbranche waren es dagegen nur 31,0 Prozent der Befragten (Vorjahr: 19,1 Prozent). Auch bei den Forderungsverlusten in Höhe von mehr als 1,0 Prozent hatte im Frühjahr 2018 besonders die Bauwirtschaft zu leiden (9,9 Prozent; Vorjahr: 7,4 Prozent). Deutlich weniger Unternehmen sind dagegen in den Sektoren Handel (5,0 Prozent; Vorjahr: 1,5 Prozent), Verarbeitendes Gewerbe (4,7 Prozent; Vorjahr: 7,3 Prozent) und Dienstleistung (4,5 Prozent; Vorjahr: 6,1 Prozent) von hohen Forderungsverlusten betroffen.

Quelle: Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung, Frühjahr 2018

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