Creditreform Analyse zur Zahlungsweise der Kunden

Die Zahlungsmoral der Kunden des österreichischen Mittelstandes war im Herbst 2018 weiterhin gut. Drei von vier Betrieben (72,3 Prozent; Vorjahr: 73,2 Prozent) bekamen ihre Rechnungen binnen 30 Tagen bezahlt. Jeder fünfte Befragte (20,1 Prozent; Vorjahr: 20,6 Prozent) in Österreich wartete 60 Tage auf den Zahlungseingang. Nur ein kleiner Anteil der Betriebe musste viel Geduld aufbringen: Bei 5,9 Prozent dauerte es bis zu 90 Tage, bis die Rechnungen beglichen wurden (Vorjahr: 4,6 Prozent), während sich 1,7 Prozent mehr als drei Monate gedulden mussten (Vorjahr: 1,6 Prozent). Ein überdurchschnittlich gutes Zahlungsverhalten (Zahlung binnen 30 Tagen) zeigten die Kunden der Dienstleistungsbranche (77,4 Prozent; Vorjahr: 77,0 Prozent) und des Handels (73,1 Prozent; Vorjahr: 75,0 Prozent). Länger als drei Monate auf den Zahlungseingang mussten beim Verarbeitenden Gewerbe 3,2 Prozent der Befragten warten (Vorjahr: 0,7 Prozent). Beim Handel klagten dagegen die wenigsten Unternehmen über zahlungsunwillige Kunden: Hier  erfolgte die Begleichung der Rechnung lediglich bei 0,5 Prozent der Befragten erst nach 90 Tagen (Vorjahr: 1,6 Prozent).

Tab. 1: Zahlungseingang aller Kunden

Forderungsverluste ähnlich wie im Vorjahr

Was die Forderungsverluste angeht, hat sich die Situation im Herbst 2018 nicht signifikant verändert. So hatte im vergangenen Halbjahr jeder fünfte Befragte (18,4 Prozent; Vorjahr: 19,8 Prozent) keinerlei Forderungsverluste zu beklagen, jeder dritte (34,7 Prozent; Vorjahr: 36,8 Prozent) musste dagegen auf Forderungen in Höhe von bis zu 0,1 Prozent des Umsatzes verzichten und jeder sechste (17,4 Prozent; Vorjahr: 17,5 Prozent) hatte Verluste von bis zu 0,5 Prozent. Bis zu 1,0 Prozent ihrer Forderungen im Verhältnis zum Umsatz gingen in den letzten Wochen bei 8,8 Prozent der Befragten verloren (Vorjahr: 9,1 Prozent) und mehr als 1,0 Prozent Forderungsverluste mussten 6,5 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 6,1 Prozent) verkraften. Überdurchschnittlich viele Betriebe der Dienstleistungsbranche (21,4 Prozent; Vorjahr: 29,6 Prozent) hatten keine Forderungsverluste. Dagegen klagten beim Verarbeitenden Gewerbe (8,5 Prozent; Vorjahr: 1,1 Prozent) die meisten Betriebe überhohe Forderungsverluste.

Tab. 2: Höhe der durchschnittlichen Forderungsverluste im Verhältnis zum Umsatz

Kontakt & Information

Mag. Gerhard M. Weinhofer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

Tel +43-1-218 62 20-551
Fax +43-1-218 62 20-680
Mobil +43-676-832 18 290
g.weinhofer@wien.creditreform.at

© 2018 Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG, Österreichischer Verband Creditreform

Kontaktformular

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten wollen, nutzen Sie unser Online-Formular oder rufen Sie uns direkt unter +43 (0) 1 218 62 20-0 an. Wir werden Ihre Nachricht umgehend an den richtigen Ansprechpartner weiterleiten und uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

konktformular

Allgemeines Kontaktormular
Ich interessiere mich für folgende Ihrer Dienstleistungen:
Kontakt