Creditreform-Analyse der aktuellen Kreditentwicklungen und Finanzierungsbedingungen für KMU in Österreich

Weiterhin schwierige Finanzierungskonditionen

Wie bereits in den vergangenen Jahren, so klagen auch im Frühjahr 2018 viele österreichische Mittelständler darüber, dass sich die Finanzierungsbedingungen verschärft haben, allerdings sind es aktuell deutlich weniger als noch vor zwölf Monaten (44,3 Prozent; Vorjahr: 55,1 Prozent). Über eine Lockerung der Finanzierungsbedingungen berichten dagegen nur 4,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 1,3 Prozent). Am unzufriedensten sind derzeit die Dienstleister mit der Kreditvergabepolitik der Geldinstitute: Hier geben 49,7 Prozent an, dass sich die Finanzierungskonditionen verschärft haben (Vorjahr: 60,3 Prozent). Viele Klagen über Banken und Sparkassen hört man auch beim Verarbeitenden Gewerbe (45,8 Prozent; Vorjahr: 41,7 Prozent) und beim Handel (41,4 Prozent; Vorjahr: 56,2 Prozent) – bei der Bauwirtschaft beträgt der Anteil nur 37,0 Prozent (Vorjahr: 60,5 Prozent). Dass die Finanzierung einfacher geworden ist, bestätigen 5,8 Prozent der mittelständischen Dienstleistungsunternehmen in Österreich (Vorjahr: 1,5 Prozent). Dieser Einschätzung können sich beim Verarbeitendem Gewerbe 4,7 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent), beim Bau 3,7 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) und beim Handel nur 2,1 Prozent der befragten Betriebe anschließen (Vorjahr: 0,7 Prozent).

Nach der Veränderung der Kreditkonditionen befragt, bestätigen 94,8 Prozent der mittelständischen Unternehmer, dass sie mehr Sicherheiten nachweisen müssen. 18,5 Prozent berichten, dass ihr Kredit nicht in der gewünschten Höhe bewilligt wurde, während er bei 15,2 Prozent abgelehnt wurde. Zinserhöhungen mussten 12,8 Prozent der Mittelständler hinnehmen und 8,1 Prozent der Kreditnehmer mussten sich damit abfinden, dass ihr Kredit nicht in der gewünschten Laufzeit gewährt wurde.

Jeder fünfte Mittelständler geht derzeit davon aus, dass er keine Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme haben wird (19,6 Prozent). Dass sie künftig ihren Banken noch mehr Sicherheiten bieten müssen, damit rechnen aktuell 69,1 Prozent der Befragten. Auf eine intensivere Prüfung ihres Kreditantrags stellen sich 53,7 Prozent der mittelständischen Unternehmer ein, während 47,8 Prozent eine Zinserhöhung befürchten. Als weitere Kredithemmnisse werten 11,5 Prozent eine Verringerung der Kreditsumme und 9,3 Prozent eine Ablehnung ihrer Kreditanfrage. Dass ihr Kredit nicht in der gewünschten Laufzeit bewilligt wird, davon gehen derzeit 7,6 Prozent der Befragten aus.

Der gute alte Bankkredit ist nach wie vor die Finanzquelle Nummer eins beim Mittelstand – ihn nutzen 47,0 Prozent der Befragten. Auch Leasing (37,9 Prozent) und Eigenmittel (36,4 Prozent) werden gerne zur Finanzierung genutzt. Weniger werden der Lieferantenkredit (16,3 Prozent) oder das Gesellschafterdarlehen (9,7 Prozent) nachgefragt. Kaum eine Rolle bei der Finanzierung spielen Bürgschafts- und Förderbanken (4,2 Prozent), Factoring (3,5 Prozent) oder Beteiligungen (2,5 Prozent).

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