Aktuelle Insolvenztrends in der Schweiz

  • Der Vorjahresrekord bei den Neueintragungen wird nicht übertroffen.

  • Große kantonale Unterschiede bei Zuwachs und Löschung von Unternehmen.

  • Firmenpleiten deutliche 7 % über dem Vorjahr

  • Privatkonkurse steigen leicht um 3,2 %

 

1. Neueintragungen (Gründungen)


Nach neun Monaten liegt die Zahl der Neueintragungen in der Schweiz leicht über den Werten von 2017. Hält der Trend der letzten Monate an, dass im laufenden Jahr die Monatswerte tiefer liegen als im Vorjahr, so könnte der Rekordwert von 2017 noch weiter bestehen bleiben. Creditreform rechnet für die verbleibenden Monate mit rund 11.300 Neueintragungen und somit mit einem Total von 43.300 neu im Handelsregister eingetragenen Firmen in der Eidgenossenschaft.

Bei den Löschungen erwartet Creditreform einen Wert leicht über dem Vorjahr, somit dürfte das Nettowachstum per Ende Jahr 1,4% unter den Werten von 2017 zu liegen kommen.

Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Zahl der Neueintragungen Ende Jahr somit zum sechsten Mal in Folge über 40.000 liegen wird. Ausgehend vom Anfangsbestand von 626.634 Firmen (gemäß SHAB) entspricht die erwartete Zunahme für 2018 einer Quote von knapp 7%. Diese Quote ist über die letzten 10 Jahre mehr oder weniger gleich geblieben, was auf eine an haltend stabile Konjunktureinschätzung  schließen lässt.


2. Firmen und Privatkonkurse


Die Konkurspublikationen über Unternehmen stiegen in den ersten neun Monaten um 5,9 %. Die Zunahme fand vor allem bei den Insolvenzen statt, also dort wo in Folge von Überschuldung der Gang zum Konkursrichter genommen werden muss und Gläubiger auf unbezahlten Forderungen sitzen bleiben. Diese nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um satte 7,0% zu.

Im laufenden Jahr könnte also die Grenze von 5.000 Insolvenzen erstmalig in der Geschichte der Schweizer Wirtschaft überschritten werden. Was auf den ersten Blick wie eine dramatische Entwicklung aussieht, muss aber in Relation zu der stetig steigenden Zahl von Unternehmen gesetzt werden. Schon seit Jahren gehen nämlich pro Jahr 8 von 1.000 Unternehmen in den Konkurs. Und bei dem anhaltenden Zuwachs neuer Firmen und damit dem immer grösser werdenden Firmen-Universum ist auch künftig mit Zahlen jenseits der 5.000er Marke zu rechnen. Ein konjunktureller Umschwung kann daraus nicht abgeleitet werden.


Quelle: Schweizerischer Verband Creditreform 

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