COVID-19: Wichtige Informationen

Wir sind in dieser schwierigen Zeit für Österreichs Unternehmen da und informieren über gesetztliche Änderungen und Maßnahmen aufgrund COVID-19.

Insolvenzvertretung zur Minimierung von Forderungsverlusten nach Kundeninsolvenzen

COVID-19: Gesetzliche Änderungen im Insolvenzrecht

Durch die fünf COVID-19-Gesetze wurden auch im Bereich des Insolvenzrechts Regelungen getroffen, welche Insolvenzen verhindern sollen und die Durchführung von Insolvenzverfahren an die geänderte Situation anpassen.

Der Österreichische Verband Creditreform als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband gemäß § 266 IO ist sich seiner besonderen Verantwortung für seine Kunden und für die Insolvenzgläubiger sehr bewußt. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie arbeiten alle unsere Mitarbeiter im Homeoffice und sind für die Abwicklung der Alt- wie auch der Neuinsolvenzen voll einsatzfähig und stehen für jede Kundenanfrage zur Verfügung. Durch den täglichen Creditreform-Insolvenzradar werden alle Kunden weiterhin von den aktuellen Firmen- und Privatinsolvenzen schnellstmöglich informiert.

Die wesentlichen Änderungen sind kurz zusammengefasst folgende:

  • Insolvenzentwicklung / aktuelle Situation bei den Gerichten

    Seit 16.3.2020 sind die Firmen- und Privatinsolvenzen stark zurückgegangen (siehe dazu die Creditreform Insolvenzstatistik 1. Halbjahr 2020). Viele Firmen haben die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung abgewartet bzw. bekommen tatsächlich liquiditätsstärkende Unterstützungen. Privatpersonen beschäftigen sich gedanklich mit anderen Dingen als mit der Entschuldung mittels Schuldenregulierungsverfahren. Auch waren die Insolvenzgerichte auf Notbetrieb umgestellt und alle Tagsatzungstermine abberaumt bzw. auf Mai/Juni vertagt. Die Schuldnerberatungen stellten die persönliche Beratung ein und informieren Betroffene nur mehr telefonisch.

    Seit ca. Mitte Mai sind die Insolvenzgerichte wieder auf Normalbetrieb. Creditreform bietet hier kostenfreie Unterstützung und Vertretung an (Informationen unter office@insolvenz.creditreform.at, 01/2186220-600).

  • Verlängerung der Insolvenzantragspflicht

    Der Geschäftsführer/Inhaber eines schuldnerischen Unternehmens ist verpflichtet, einen Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern spätestens binnen 60 Tagen ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit zu stellen. Nun wurde diese Frist auf 120 Tage verlängert und nun auch explizit auf Fälle einer durch eine Epidemie/Pandemie verursachten  Zahlungsunfähigkeit ausgeweitet. Im Zeitraum von 1.3.2020 bis 30.6.2020 führt eine Überschuldung zu keiner Insolvenzantragspflicht. In diesem Fall ist auch bei einem Gläubigerantrag kein Verfahren zu eröffnen. Diese Frist wurde nun bis 31.10.2020 verlängert.

  • Keine Insolvenzanträge durch öffentlich-rechtliche Gläubiger

    Generell werden ÖGK, SVA und Finanzämter vorläufig keine Insolvenzanträge einbringen. Steuern und Abgaben werden vorläufig bis 15.1.2021 gestundet. Danach wird es die Möglichkeit für eine Ratenvereinbarung geben. In Normalzeiten wird ca. jeder 2. Insolvenzantrag durch die Finanz oder die ÖGK gestellt.

  • Zustellung im Insolvenzbereich

    Um eine Infektionsgefahr durch persönliche bzw. gesonderte Zustellung zu vermeiden, wurde diese eingeschränkt, sodass der Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz (https://edikte.justiz.gv.at/edikte) eine größere Beachtung zukommt. Creditreform-Mitglieder werden ohnehin persönlich oder über den täglichen Insolvenzradar bzw. über den wöchentlichen Newsletter „CrefoAktuell“ über aktuelle Insolvenzen informiert.

  • Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung

    Wenn bei einem solchen Verfahren der Sanierungsplan des Schuldners nicht innerhalb von normalerweise 90 Tagen nach Verfahrenseröffnung angenommen wird, ist dem Unternehmen die Eigenverwaltung zu entziehen. Diese Frist wurde vorübergehend auf 120 Tage verlängert.

  • Keine COVID-19 Kurzarbeit für insolvente Unternehmen

    Das neugeschaffene Kurzarbeitsmodell steht ausdrücklich insolventen Unternehmen nicht zur Verfügung. Das gilt auch für in Sanierungsverfahren befindliche Unternehmen.

Weitere Fragen

Für weitere Fragen zu den Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen auf das Insolvenzgeschehen steht Ihnen jederzeit unser Insolvenz-Team sehr gerne unter der Insolvenz-Hotline +43 1 218 62 20 600 zur Verfügung.

 

Kontakt und Information:

Österreichischer Verband Creditreform (ÖVC)
Mag. Gerhard M. Weinhofer, Geschäftsführer
g.weinhofer@wien.creditreform.at
Mobil: +43 676 83 21 82 90

Kontakt

01 218 62 20-0

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