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Home / Downloads / PresseService / Presseinformation 125 Jahre Creditreform

Presseinformation 125 Jahre Creditreform

 

125 Jahre Creditreform – Daten und Fakten

Der Verein Creditreform entstand aus dem Gedanken, die Schwierigkeiten und Missstände im gewerblichen Zahlungswesen zu beseitigen und das Kreditwesen zu reformieren.

9. März 1879: Kleine Gewerbetreibende und Handwerker schließen sich zum "Verein Barzahlung Mainz" zusammen.

9. August 1879: Der Verein verlegt sich auf die Reform des Kreditwesens und wird umbenannt in "Verein Creditreform zum Schutze gegen schädliches Creditgeben".

Von Anfang an hat der Verein vier Aufgaben:

  1. Schutz der Mitglieder gegen Kredit-Missbrauch
  2. Einziehen von Außenständen
  3. Sichere Auskunftserteilung durch Netzwerk-Verbindung
  4. Allgemeine, zeitgemäße Reform der Kreditverhältnisse

1883: Die inzwischen 15 Vereine Creditreform gründen eine Zentrale, den "Verband der Vereine Creditreform" (VVC).

1928: Angaben zu Jahresumsatz, Anzahl der Beschäftigten und Kapitalausstattung machen aus der Informationssammlung eine Kreditprüfung.

Anfang der 1930er Jahre: Creditreform führt als erste Wirtschaftsauskunftei ein einheitliches Auskunftsschema ein.

1934: Telefonische Auskünfte bei kleinen Kreditforderungen bis 200 Reichsmark sind möglich.

1945: Aufbau der Geschäftstätigkeit nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg. Die Netzwerke mit dem Ausland werden neu geknüpft.

Juni 1948: Nach der Währungsreform steigt der Bedarf an Wirtschaftsauskünften. 550 Mitarbeiter betreuen rund 26.000 Mitglieder bei einem Gesamtumsatz von etwa 4 Millionen Mark.

31. August 1948: Gründung der neuen Creditreform Zentralverwaltung in Neuss (Verlegung aus Leipzig).

Ende der 1960er: Bedingt durch das wirtschaftliche unsichere und komplexere Umfeld muss Creditreform sich neuen Konkurrenten, Verfahren, Kapitalanforderungen und Kunden stellen.

1972: Zusammenschluss von 18 Kreditschutzorganisationen aus 14 europäischen Ländern zur ‚Föderation Europäischer Creditschutzorganisationen’ (FECRO), heute unter der englischen Abkürzung "FEBIS" (Federation of Business Information Service) bekannt.

1973: Der "Ölpreisschock" und das Ende der festen Wechselkurse im internationalen Zahlungsverkehr (Bretton Woods) beenden den lang anhaltende Nachkriegsboom.

Creditreform setzt sich drei Ziele:

  1. Information der Unternehmen über existenzbedrohende Gefahren,
  2. Früherkennung von Kreditrisiken, um Kreditverlust oder Konkurs zu verhindern,
  3. Unterstützung des Gesetzgebers (Konkurs-, Vergleichsordnung, GmbH-Gesetz) durch empirische Untersuchungen im Bereich Wirtschaftskriminalität, Investitions- und Zahlungsverhalten.

Juni 1974: Alle Vereine Creditreform haben einen eigenen Fernschreiber. Creditreform verfügt damit als einzige Wirtschaftsauskunftei in Europa über ein vollständiges Fernschreibnetz.

1975/76: Creditreform übernimmt die Marktführerschaft vom bisher größeren Wettbewerber Schimmelpfeng.

1980: Beschluss der Mitgliederversammlung, auf elektronische Datenverarbeitung umzustellen. Die EDV-Umstellung bedeutet, dass 108 lokal gepflegte Archive auf elektronische Datenbanken umgestellt werden und zur Verfügung stehen müssen.

1984: Einführung der Creditreform-Online-Auskunft.

1990: Nach dem Fall der Mauer werden 16 Gesellschaften in Ostdeutschland gegründet. Zu Beginn der 90er Jahre sind in der Creditreform-Wirtschaftsdatenbank (der weltgrößten Datenbank über deutsche Unternehmen) 9,6 Millionen Datensätze über 2,2 Millionen Unternehmen enthalten.

1994/95: Creditreform baut erfolgreich seine Kontakte zu den osteuropäischen Ländern aus.

1999: Creditreform öffnet den Internetzugang zur Datenbank. Die ersten Crefo-Factoring Gesellschaften werden gegründet – im Jahr 2004 sind bundesweit bereits 11 Gesellschaften vertreten und weitere im Aufbau. Thomas Glatzel, Bochum, wird Präsident und Vorsitzender des Gesamtvorstandes des VVC.

Ende der 1990er: Gründung einer eigenen Management Akademie durch den VVC.

2002: Gründung der Creditreform AG zur Bündelung der jungen, innovativen Unternehmensgründungen. Anteilseigner der Aktiengesellschaft sind zu 90 Prozent die lokalen Creditreform-Betriebsgesellschaften und zu 10 Prozent der VVC.

Unter dem großen Dach der AG werden die Tochterunternehmen gebündelt:

  • aCS GmbH (acoreus Collection Services – elektronisches Mengeninkasso für Call-by-Call und Internet-by-Call-Anbieter), 2001 gegründet
  • bedirect (Direktmarketing), 2001 gegründet
  • CEG Creditreform Consumer GmbH (Bonitätsprüfung und Wirtschaftsauskunft über Privatpersonen), 1997 gegründet
  • Creditreform Rating AG (Rating und Rating-Beratung für den Mittelstand), 2000 gegründet
  • ECOFIS GmbH (IT-Dienstleistungen), 1993 gegründet
  • e-crefo GmbH (Bonitätsprüfungen für elektronische Marktplätze), 2000 gegründet
  • microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH (Zielgruppen- und Geomarketing), 1992 gegründet

2003: Von 130 Vereinen Creditreform in den alten und neuen Bundesländern werden fast 130.000 Mitgliedsunternehmen betreut. Die Zahl der Wirtschaftsauskünfte ist 2,5 mal so groß wie 1990, die Zahl der Inkasso-Mandate ist noch stärker gewachsen. Von 1990 bis 2003 klettern die Umsätze der Organisation von 135 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro – fast eine Verdreifachung. Die ganze Creditreform-Gruppe – einschließlich Creditreform International und der Creditreform-AG – erwirtschaftet einen Umsatz von 435 Millionen Euro.

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Neuss, 11. August 2004

 

 

 

Das Geschäftsjahr 2003

Umsätze steigen um zwei Prozent

In diesem Jahr feiert Creditreform das 125-jährige Jubiläum. 1879 als Wirtschaftsauskunftei in Mainz gegründet, bietet Creditreform heute ein umfassendes Spektrum von Finanz- und Informationsdienstleistungen. Mit aktuellen Firmeninformationen und dem Forderungs- und Risikomanagement gibt Creditreform Unternehmen Sicherheit beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen.

Rückgrat der Organisation sind 165 Vereine Creditreform und Gesellschaften in Deutschland, Mittel- und Osteuropa.

Creditreform verzeichnete in Deutschland im Jahr 2003 einen Umsatz von 400 Millionen Euro – gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von zwei Prozent oder 8 Millionen Euro. Erwirtschaftet wurden diese Umsätze mit einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl von 3.400 Beschäftigten (davon über 370 Auszubildende) in 130 Geschäftsstellen. Die Zahl der Mitglieder ging von 133.000 im Jahr 2002 auf knapp 130.000 zurück – auch Creditreform blieb von den Auswirkungen der anhaltenden konjunkturellen Schwäche und dem hohen Insolvenzaufkommen in Deutschland nicht verschont .

Die Creditreform-Gruppe in Europa verbuchte ein Umsatzplus von 1,6 Prozent auf insgesamt 435 Millionen Euro (Vorjahr: 428 Millionen Euro). Mehr als 3.700 Mitarbeiter europaweit betreuen insgesamt 162.000 Mitglieder und Kunden. Neben den Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Creditreform in weiteren 16, insbesondere osteuropäischen Ländern vertreten. In fast allen westeuropäischen Ländern arbeitet Creditreform mit führenden nationalen Informationsanbietern in einem Online-Verbund zusammen (BIGNet).

Creditreform ist dezentral strukturiert: 130 Gesellschaften in Deutschland (165 in Europa) als selbstständige Unternehmen, die regional arbeiten und so eine unmittelbare Nähe zum Kunden garantieren. Der Verband der Vereine Creditreform e.V. mit Sitz in Neuss ist die Dachorganisation der Gesellschaften. Hier befindet sich die weltweit größte Datenbank über deutsche Unternehmen, in der alle dezentral recherchierten Informationen zusammenfließen.

2002 wurden die zahlreichen Tochtergesellschaften der Organisation als Creditreform AG in einer Holding zusammengefasst. Dazu gehören die Unternehmen bedirect und microm, die sich mit Adress- und Dialogmarketing bzw. Mikromarketing, d.h. der Aufschlüsselung kleinster Regionen nach marketing-relevanten Kriterien beschäftigen. Neben der Rating AG, die insbesondere mittelständische Unternehmen bewertet und Rating-Analysesysteme für bankinterne Ratings erstellt, steht die Creditreform Consumer GmbH, kurz CEG. CEG bietet der kreditgebenden Wirtschaft auf dem deutschen Markt Verbraucherinformationen und integrierte Managementlösungen für die Kreditvergabe an Privatpersonen. Im Bereich Forderungsmanagement hat Creditreform zusammen mit der acoreus AG die acoreus Collection Services GmbH (aCS) gegründet, die auf das Mengeninkasso von Call-by-Call und Internet-by-Call-Anbietern spezialisiert ist.

Entwicklung in den Geschäftsfeldern Wirtschafts-

auskunft ...

Das Creditreform Dienstleistungsangebot begleitet Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette von der Kundenakquise über die Bonitätsbewertung bis zum Einzug von Forderungen.

Effizientes Kreditmanagement beginnt im Vertrieb: Die Suche und Auswahl solventer Kunden bietet eine erste Möglichkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Eine Firmenauskunft hilft, schnell eine Entscheidung über die Auftragsannahme oder die Vereinbarung von Zahlungsmodalitäten zu treffen.

2003 wurden rund 12,5 Millionen Wirtschaftsauskünfte erteilt (2002: 11 Millionen). Etwa 8,5 Millionen Abfragen erfolgten dabei über das Internet und 4 Millionen über sonstige Kommunikationswege. Die answer-on-file-rate (Aktualitätsrate) liegt bei 85 Prozent. Das heißt, in 85 von 100 Fällen ist eine aktuelle Auskunft des angefragten Unternehmens in der Creditreform Datenbank vorhanden. Dieser Wert liegt im europäischen Vergleich deutlich über den durchschnittlichen Aktualitätsraten anderer Informationsdienstleister.

Die Creditreform-Auskunft ist ein wichtiges Informationselement in den Kreditprüfungssystemen von Unternehmen und Banken. Dabei versteht sich Creditreform nicht nur als Informationslieferant, sondern als Systempartner: Creditreform ist Marktführer für Risikomanagement-Systemlösungen in Deutschland mit den Produkten CrefoScore für SAP und CrefoSprint für Windows Betriebssysteme.

...und Inkasso

Rund ein Drittel der Kunden des Mittelstandes zahlt seine Rechnungen nicht pünktlich. Jedes vierte Unternehmen beklagt durchschnittliche Forderungsverluste von über einem Prozent im Verhältnis zum Umsatz. Viele, gerade mittelständische Unternehmen haben weder Zeit noch Geld oder genügend Personal, um ein effizientes Forderungsmanagement zu betreiben.

Creditreform versteht sich als Outsourcing-Partner im Forderungsmanagement. Der Großkunde wird anhand effizienter Debitorenmanagement-Prozesse mit hohem Automatisierungsgrad betreut, die Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen erhalten individuelle Beratung und Betreuung.

In rund 1,5 Millionen neuen Fällen wurde Creditreform 2003 mit dem Einzug von Forderungen beauftragt (Vorjahr: 1,29 Millionen Fälle). Insgesamt hat Creditreform aktuell rund 4 Millionen Fälle in Bearbeitung. Creditreform ist bestrebt, die Forderungen ohne Einschaltung der Gerichte einzuziehen. In 950.000 Fällen (Vorjahr: 830.000) beauftragten Gläubiger Creditreform, das kaufmännische Mahnverfahren durchzuführen. Hat ein Mitglied einen Titel gegen einen Schuldner erwirkt und konnte dieser Titel seinerzeit nicht durchgesetzt werden, überprüft Creditreform die finanziellen Verhältnisse des Schuldners bis zu 30 Jahre lang. Ändern sich die finanziellen Verhältnisse des Schuldners, zieht Creditreform die offene Forderung ein. 2003 wurde Creditreform in 550.000 Fällen mit dem sogenannten Überwachungsverfahren beauftragt (Vorjahr: 460.000).

Der schnellste Weg, offene Forderungen "zu Geld zu machen" ist der Verkauf dieser Forderungen im Wege des Factoring. Creditreform ist Factoring-Partner, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 250.000 Euro. Mit inzwischen elf über das gesamte Bundesgebiet verteilten Factoring-Gesellschaften wurden im vergangenen Jahr Forderungen im Wert von 178 Millionen Euro angekauft.

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Neuss, 11. August 2004


   
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